Japanisierung

Japanisierung

Japan läuft hinsichtlich des Platzens der Aktien- und Immobilienblase und damit 
des Einsetzens der Nullzins- und unkonventionellen Geldpolitik der Eurozone
ca. 15 Jahre voraus. Daraus lassen sich mit Blick auf Japan die Szenarien für die 
Entwicklung in Europa ableiten. Das gilt für das Wirtschaftswachstum, die Lohn- 
und Arbeitsmarktentwicklung, die Verzinsung der Ersparnisse, die 
Konzentrationsprozesse im Bankensektor und die Verteilungseffekte in der 
Gesellschaft. In der Forschung werden Parallelen und Unterschiede von Japan 
und Europa herausgearbeitet.

Geldpolitik und Krise

Seit dem Platzen der japanischen Aktien- und Immobilienblase (1985-1989) setzt sich seit Beginn der 1990er Jahre eine lang anhaltende Stagnation fort. Man spricht von drei verlorenen Dekaden. Zinssenkungen gegen null und umfangreiche Ankäufe von Staatsanleihen und Aktien durch die Bank von Japan konnten zwar eine große Krise verhindern, doch ist das Wachstum gering. Die Löhne fallen und der Anteil der prekären Beschäftigungsverhältnisse steigt kontinuierlich. Die Forschung untersucht den Zusammenhang zwischen der zunehmend lockeren Geldpolitik, wachsender Staatsverschuldung und der Stagnation.

Japanisierung

Japan läuft hinsichtlich des Platzens der Aktien- und Immobilienblase und damit des Einsetzens der Nullzins- und unkonventionellen Geldpolitik der Eurozone ca. 15 Jahre voraus. Daraus lassen sich mit Blick auf Japan die Szenarien für die Entwicklung in Europa ableiten. Das gilt für das Wirtschaftswachstum, die Lohn- und Arbeitsmarktentwicklung, die Verzinsung der Ersparnisse, die Konzentrationsprozesse im Bankensektor und die Verteilungseffekte in der Gesellschaft. In der Forschung werden Parallelen und Unterschiede von Japan und Europa herausgearbeitet.

Beiträge

© Institut für Wirtschaftspolitik der Universität Leipzig 2020
Alle Rechte vorbehalten.

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